Workshop: Ziele erkennen und umsetzen mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)

Wochenend-Workshop für nachhaltige persönliche Veränderung mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)

  • Sie möchten endlich im Beruf auf sich aufmerksam machen?
  • Sie möchten den nächsten beruflichen Schritt angehen?
  • Sie möchten mehr Sport machen oder sich gesünder ernähren?
  • Sie möchten mehr Zeit für Ihre Familie finden?
  • Sie möchten auch mal mehr Zeit für sich oder für Ihren Partner finden?
  • Sie möchten, Sie möchten, ….

…und vor allem möchten Sie

Ihre Vorsätze endlich dauerhaft in die Tat umsetzen!

Dann sind Sie richtig im Wochenend-Workshop zum Selbstmanagement mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)

„Mit Freude und Energie Ziele erkennen und umsetzen“.

Hier lernen Sie mit der Methode des Zürcher Ressourcen Modells (ZRM)

  • die wahren Gründe für das „Nicht-Realisieren“ Ihrer Vorsätze kennen,
  • wie Sie ein für Sie passendes Ziel entwickeln können,
  • welche Ressourcen Sie selbst haben, um dieses Ziel zu verfolgen,
  • wie Sie Schritt für Schritt Ihre Vorsätze wirksam in Ihren Alltag integrieren können.

Was ist das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)?

Das ZRM ist eine von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause, zwei renommierten Wissenschaftlern der Universität Zürich, entwickelte Methode zum Selbstmanagement. Diese kombiniert neurobiologische und motivationspsychologische Erkenntnisse zu einem Selbstmanagement-Training für die Praxis. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass bewusste Veränderung menschlichen Verhaltens nur dann gelingen kann, wenn dieses mit den unbewussten Bedürfnissen in Einklang gebracht werden. Um dies zu erreichen wurde ein gleichermaßen fundiertes wie kurzweiliges Workshop-Programm erarbeitet.

Durch eine abwechslungsreiche Folge von Coaching, theoretischen Impulsreferaten und interaktiven Selbsthilfetechniken entwickeln und erweitern Sie Ihre Selbstmanagement-Kompetenzen. Es ist ein ressourcenorientiertes Verfahren, das jeden auf einfache Weise und individuell in seinem Selbstmanagement unterstützt und zudem noch Spaß macht!

Das ZRM-Workshop-Programm ist vielfach hinsichtlich der Wirksamkeit überprüft und wird ständig weiterentwickelt. Es wird erfolgreich in der Wirtschaft, im Gesundheits- und Sozialbereich sowie im Spitzensport eingesetzt.

Was passiert konkret im Workshop?

Der Workshop besteht aus zwei Teilen: zweitägiger Wochenend-Workshop und Review-Abend.

Im Wochenend-Workshop lernen Sie die neurobiologischen Grundlagen des ZRM, insbesondere die Bildkartei kennen. In Kleingruppen- und Einzelarbeit entwickeln Sie Ihr persönliches Veränderungsziel. Sie erarbeiten Ihre Ressourcen und entwickeln Schritt für Schritt Ihr Vorgehen für ein dauerhaft verändertes Verhalten im Alltag.

Der Review-Abend (Termin wird abgestimmt) bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre bisherigen Schritte in der Gruppe vorzustellen. Sie erhalten Feedback und können Ihre Fragen besprechen.

Termine:
Frühjahr:           4./5. März 2017
Sommer:           10./11. Juni 2017
Herbst:              18./19. November 2017

Teilnehmer:       max.12 Teilnehmer

Ort:                    Bürgerhaus Stollwerck, Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln

Leitung:

Melanie Schumacher, Karrierecoach, karriere&perspektiven, Niebuhrstr. 50, 53113 Bonn, Tel. 0228 25987541, info@karriere-und-perspektiven.de

Isa Triesch, Coach und Beraterin, Hospeltstr. 65e, 50825 Köln,
Tel. 0179 5141367, isatriesch@web.de

Kosten:               345,00 € inkl. MwSt bzw. Frühbuchertarif 290 € (inkl. Seminarunterlagen
sowie Erfrischungen während des Seminars)

Anmeldung:        telefonisch, per Mail oder online Workshop-Tickets auf Eventbrite kaufen

#bcbn17 – Barcamp Bonn 2017 – Meine Nachlese mit Tipps für berufliche Neuorientierung

Das Barcamp Bonn 2017 ist Vergangenheit – gerne schreibe ich über meine Eindrücke, durfte ich mich als zweimalige Teilnehmerin doch schon als „alte Häsin“ fühlen.

Barcamp Bonn 2017 – neues Konzept: Klassisches Barcamp + themenspezifisches Barcamp in einem

Das Barcamp Bonn wartete im dritten Jahr seines Bestehens mit einigen Neuerungen auf: Die größte Innovation betraf die Dauer (Freitag und Samstag) mit der Unterteilung in ein themenspezifisches Barcamp am Freitag (Thema Mobilität) und einem klassischen Barcamp am Samstag. Ich war gespannt, was mich zum Thema Mobilität erwarten würde und ob sich die Sessiongeber tatsächlich inhaltlich an den Rahmen halten würden. Ich muss gestehen, das Thema Mobilität hatte mich bis dato noch nicht sonderlich interessiert und so kamen mir schon die Titel einiger Session etwas fremd vor. Nicht für alle Themen konnte ich mich spontan begeistern. So habe ich eben auch mal eine Runde ausgelassen und dafür „genetzwerkt“. Die Sessions, die ich besucht habe, waren jedoch – obgleich ich recht ahnungslos war – durchweg geeignet, bei mir Interesse am Thema zu wecken.

Überwältigende Themenvielfalt

Das klassische Barcamp vom Samstag scheint durchaus vom vorgeschalteten Barcamp am Freitag profitiert zu haben. Die Teilnehmerzahl war sehr ansehnlich und auch die Themenvielfalt enorm. Offenkundig besuchten einige Teilnehmer das Barcamp primär aufgrund des Mobilitäts-Themas, nutzten jedoch die Gelegenheit, um auch am Samstag noch klassische Barcamp-Luft zu schnuppern. Überhaupt: Die Themen – es ist schon erstaunlich, wie groß die Themenvielfalt und die Anzahl der Sessions sein kann. Zur Sessionplanung bildete sich eine lange Schlange von Sessiongebern und schon als die ersten Themen vorgestellt wurden, war ich begeistert, hätte ich doch bei jedem Thema gerne mitgemacht. Von WordPress Questions & Answers über Social Media für Kleinunternehmen über Recruiting 4.0 bei DHL Paket bis hin zum Bericht eines Flüchtlings über seine Flucht aus Syrien (im größten Raum!) war alles dabei. So füllte sich das Planungstableau dann auch schnell. Mehr noch: Zusätzliche Session-Lokalitäten in beiden Foyers oder auch in Form von Spaziergängen in der Rheinaue wurden flugs improvisiert – der Barcamper ist eben agil.

Professionell mit einer guten Portion Situationskomik

Ganz besonders gefallen hat mir die überaus professionelle Organisation: Von der Registrierung über die Vorstellungsrunden und die Sessionplanung bis hin zur Raumausstattung und zum Catering – alles war perfekt organisiert. Bei aller Professionalität der Organisation hat das Barcamp Bonn aber nichts von seiner individuellen Note eingebüßt. Das lag eindeutig am Organisatoren-Trio. Johannes Mirus, Sascha Förster und Karin Krubeck waren ein gleichermaßen souveränes wie fast schon kabarettreifes Team. Man merkte ihnen an, welche große Freude und wie viel Spaß sie an ihrer Arbeit hatten. Gerne hätte ich mich auch noch länger von ihrer launigen Moderation begleiten lassen.

Eigene #bcbn17-Session zu „Ziele wirksam umsetzen“

Auch meine Kollegin, Isa Triesch, und ich nutzten die Gelegenheit, um unser Thema, nämlich „Ziele wirksam umsetzen mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®)“ in einer Session vorzustellen. Wir waren sehr gespannt, ob das Thema auf Interesse stoßen würde und welche Resonanz wir erhalten würden. Sehr erfreut stellten wir fest, dass die Barcamp-Teilnehmer reges Interesse zeigten. So wurden wir auch schon vor unserer Session von einigen Teilnehmern hierzu angesprochen. Die Session war dann auch sehr gut besucht und die Teilnehmer zeigten sich nicht nur ehrlich interessiert, sondern auch sehr wertschätzend.

Barcamp-Tipps für Berufliche Neuorientierer

Als Karriereberaterin schaue ich natürlich auch immer unter einer beruflichen Perspektive auf solche Veranstaltungen. Gerade für Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten, kann ich den Besuch des Barcamps Bonn unbedingt empfehlen. Warum?

  • Ideen für Jobs bekommen: Schon bei der Vorstellungsrunde, in der ALLE Teilnehmer ihren Namen und ihren Beruf nannten, habe ich so viele interessante Tätigkeiten aufgenommen. Jeder, der sich neue Inspiration für mögliche Tätigkeiten wünscht, sollte einfach mal dieser Vorstellungsrunde lauschen und die Menschen mit interessant klingenden Berufen in einer Session-Pause hierzu interviewen.
  • Netzwerken: Netzwerken ist für die Suche nach einem neuen Job die Nummer 1 der Aktivitäten. Hier haben Sie DIE Gelegenheit dazu. Auf einen Schlag ca. 200 überaus offene Menschen aus allen möglichen Unternehmen oder Organisationen und in allen möglichen Hierarchiestufen. Ein ungezwungenes Gespräch z.B. über eine gemeinsam besuchte Session mit anschließendem Vernetzen via xing oder LinkedIn kann mehr wert sein als zwei Tage Recherche in Internet-Stellenbörsen!
  • Informationen über interessante Arbeitgeber der Region erhalten: Hätten Sie gewusst, dass Chefkoch.de 100 Mitarbeiter in Bonn beschäftigt oder, dass die Deutsche Post DHL Paket händeringend motivierte Mitarbeiter, auch mit einem „etwas anderen Profil“ sucht? Das und vieles mehr konnten Sie auf dem Barcamp Bonn erfahren. Überdies hatten Sie die Gelegenheit, mit Mitarbeitern dieser Unternehmen ungezwungen vor Ort über deren Arbeitsalltag zu sprechen (siehe oben: Netzwerken).

Mein Fazit und Ausblick auf 2018

Das Barcamp Bonn 2017 war aus meiner Sicht eine rundum gelungene Veranstaltung. Ich ging inspiriert mit interessanten neuen Kontakten und einigen Erkenntnissen aus unserer eigenen Session rund um’s Zürcher Ressourcen Modell nach Hause.

Fest im Kalender eingetragen sind schon der 23. Und 24. Februar 2018. Dann findet nämlich das Barcamp Bonn 2018 statt. Ganz besonders freue ich mich schon auf das themenspezifische Barcamp: Bildung, eines meiner Herzens-Themen!

Danke nochmals an die Organisatoren und auf Wiedersehen beim #bcbn18!

Coaching 40+ – Neue Termine Gruppencoaching!!

Gemeinsam ein Stück des Weges gehen

Gemeinsam ein Stück des Weges gehen – Gruppencoaching

Vertrauensvoller Austausch – Unterstützung – Inspiration – Motivation – Tipps – Feedback

Neues Gruppencoaching 40+ von November 2016 bis März 2017 für alle Menschen 40+, die sich

  • in einer festen Gruppe austauschen möchten
  • ein eigenes Veränderungsanliegen in der Gruppe voran bringen möchten
  • dem eigenen Lebensmitte-Thema („was macht mich derzeit irgendwie unzufrieden?“) auf die Spur kommen möchten
  • den eigenen (beruflichen) Neustart in einer Gruppe begleiten lassen möchten
  • den Blick von außen sowie die Ideen und Erfahrungen der Anderen für eigene Themen nutzen möchten
  • Coaching-Effekte für einen geringeren finanziellen Aufwand (im Vergleich zu Einzelcoachings) erhalten möchten
  • und und und …

Kurzum:

Im Gruppencoaching „Coaching 40+“ hat jeder der 4 bis 6 Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Anliegen einzubringen und Coaching-Impulse aus der Gruppe und von mir als erfahrener (Karriere-)Coach zu erhalten. Die Gruppe trifft sich einmal pro Monat über insgesamt fünf Monate hinweg.

Die aktuellen Termine:

08. Novemer 2016 – 06. Dezember 2016 – 10. Januar 2017 – 14. Februar 2017 – 14. März 2017

jeweils von 18 bis 21 Uhr

Ort:

Coachingraum von karriere&perspektiven, Niebuhrstr. 50, 53113 Bonn

Informationen und Anmeldung:

T: +49 228 25987541

M: info@karriere-und-perspektiven.de

Mehr Informationen:

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Jobwechsel – meine ganz persönliche Geschichte und 3 Tipps #MutzumJobWechsel

 

Wann ist es Zeit für einen Wechsel?

Jobwechsel, das ist das Thema, mit dem Menschen heute auf mich zukommen, manche nennen es auch berufliche Neuorientierung. Jobwechsel, das kennen fast alle Berufstätigen. Nicht immer ist der Jobwechsel freiwillig und selten ist die Entscheidung dafür einfach. Heute möchte ich Ihnen zunächst einen privaten Einblick in die Geschichte meiner persönlichen Jobwechsel geben. Daraus und aus meinen bisherigen Karrierecoachingpraxis habe ich weiterhin drei Tipps für Ihren Jobwechsel zusammengestellt.

Dieser BLOG-Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade #MutzumJobWechsel von Melanie Vogel.

Los geht’s mit meinen persönlichen Jobwechseln

Erster Jobwechsel nach dem Studium

Mit zwei Abschlüssen in Betriebswirtschaftslehre (in Deutschland und Frankreich) in der Tasche stand ich da und hatte plötzlich erhebliche Zweifel an meiner bisherigen Berufsplanung. Ich hatte mein Studium klar auf „Zahlenlastiges“ ausgelegt: Bankbetriebslehre, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung. Es sollte in die Steuerberatung gehen, doch mehrere Auslandsaufenthalte zum Ende des Studiums hatte meinen Blick geweitet. Plötzlich schien vieles denkbar. Ich bewarb mich trotzdem bei großen Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Mitten in der heißen Phase der Bewerbungsgespräche erhielt ich ein Angebot, das mein Herz sofort höher schlagen ließ. Ich sollte ein neues Studienprogramm an meiner Hochschule aufbauen. Nach einem ersten informellen Gespräch war klar, es gäbe viel Unterstützung und auch Freiraum für eigene Ideen. Es war eine intuitive Entscheidung, mich von der Steuerberatung abzuwenden und diese Stelle anzunehmen, die auch Mut erforderte. Ich habe es nicht bereut.

Die erste Stelle: ein Volltreffer

Noch heute komme ich ins Schwärmen, denn heute weiß ich, warum ich mich auf Anhieb sehr wohl gefühlt habe: Ich konnte wichtige Kernkompetenzen einsetzen, mit meinen Interessen arbeiten, viele mir wichtige Rahmenbedingungen waren realisiert. Zudem konnte ich meine wichtigsten Werte in der Arbeit leben. Zudem – und das ist auch heute noch das Wichtigste für mich – hatte ich das Gefühl mit meiner Arbeit etwas sehr Sinnvolles zu tun. Ich hatte viel Gestaltungsraum, konnte recht unabhängig arbeiten und erhielt Anerkennung. So konnte ich spannende Projekte initiieren und durchführen. Ein Beispiel war eine Jobmesse mit akademischem Rahmenprogramm für die Programm-Studenten, an der insgesamt über 30 internationale (Groß-)Unternehmen, Forscher und sogar der französische Botschafter teilnahmen. Nach ca. fünf Jahren hatte ich meine Ziele erreicht. Das Programm hatte nun auf beiden Seiten einen hervorragenden Ruf. Jahr für Jahr bewarben sich mehr hervorragende Studierende. Die Herausforderungen waren nun überschaubar. Aus meiner Sicht war es Zeit für einen Wechsel.

Von der Hochschule in die Unternehmensberatung

Als Kind aus einer Unternehmerfamilie war es ein fast zwangsläufiger Schritt, in die Wirtschaft zu wechseln. Nun wollte ich möglichst viel in möglichst kurzer Zeit sehen und lernen. Ich wechselte in die Unternehmensberatung: ein hohes Arbeitstempo und -pensum sollte eine steile Lernkurve garantieren. Nun war ich außerdem wieder bei den Zahlen angelangt. So richtig wohlgefühlt habe ich mich dabei nicht. Die Geburt meines zweiten Kindes nutzte ich für eine längere Elternzeit und die Vorbereitung meines nächsten Jobwechsels.

Berufliche Neuorientierung in der Elternzeit

Schon mit der Geburt meines ersten Kindes realisierte ich, dass sich einiges in meiner Wertehierarchie getan hatte. Familie, resp. Kinder standen nun ganz weit oben und die Werte, die früher mit meiner Arbeit assoziiert waren, sortierten sich erst weiter unten ein. Dies änderte sich auch nicht, als unser zweites Kind zur Welt kam. Ganz bewusst plante ich eine längere Familienphase. Diese wollte ich (auch) dazu nutzen, um eine für mich stimmige weitere berufliche Entwicklung zu planen.

Strukturierte Neuorientierung mit professioneller Unterstützung

Zufällig hörte ich von einem Workshop zur „kreativen Karriereplanung“. Berufliche Neuorientierung nach dem Konzept von Richard Nelson Bolles („Durchstarten zum Traumjob“) stand auf dem Plan. Das Seminar war ein Meilensteinfür mich. In der Gruppe lernte ich mein berufliches Profil erst richtig kennen. Ganz nebenbei konnte ich durch eine Übung zur „Interessen-Erkundung“ auch meinen „geheimen“ Traumberuf (Fotografin) für mich verabschieden. Hier hörte ich auch zum ersten Mal vom Beruf der Karriereberaterin, der mich sofort faszinierte. Um ganz sicher zu sein, erkundete ich – mit Unterstützung eines Coaches – noch zwei weitere Berufsfelder. Am Ende dieser Recherche stand für mich fest, dass ich Karriereberaterin werden würde. Mein dritter Jobwechsel war perfekt.

Zweifel und Weiterbildung in der berufliche Neuorientierung

Was sind meine stärksten Erinnerungen an die erste Zeit nach diesem Jobwechsel? Ein Wechselbad der Gefühle: Einerseits Freude und viel Energie für das neue (Herzens-)Thema, andererseits aber auch Zweifel (eigene und von anderen) und Unsicherheit. Dass man sich nicht einfach ein Schild an die Türe hängt und dann „mal Karriereberater“ ist, war für mich klar. Nur, welche Kompetenzen brauche ich dafür und wie kann ich sie mir aneignen? Das machte mich unsicher. Da half nur fragen, recherchieren, fragen, reden, recherchieren … Das habe ich getan, mit anderen Karriereberatern, potenziellen Kunden, Freunden, Familie und mit einem Coach. Und dann habe ich mich weitergebildet: Ausbildung zum systemischen Coach, Karriereberater-Zertifizierung, MBTI-Lizenzierung u.s.w. waren die Grundsteine. Meine Zweifel habe ich vor allem mit anderen thematisiert, auch mit anderen Selbständigen. Das hat geholfen.

„Interne“ Jobwechsel innerhalb der Selbständigkeit

Mein Geschäft hat sich entwickelt. Nachdem ich mit Trainings für Bewerber und für WiedereinsteigerInnen meine Selbständigkeit begonnen habe, war mein erster „interner Jobwechsel“ meine Fokussierung auf eigene Coachingthemen rund um berufliche Entwicklungsfragen. Nach und nach hat sich dann auch mein Herzensthema herauskristallisiert. Heute habe ich besondere Expertise im Bereich „Lebensmitte“. Hier begleite mit großer Begeisterung Einzelpersonen und Gruppen beim „Lebensmitte-Coaching“ bzw. beim „Neustart 40+“.

Tipps für Ihren Jobwechsel

Ausgehend von meinen eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen aus zahlreichen Coachings habe ich ein paar Tipps zusammen gestellt:

1. Analysieren Sie Ihren Standort

  • Welche Stärken (und Potenziale) haben Sie? – Können Sie diese aktuell überwiegend zum Einsatz bringen?
  • Was sind Ihre Interessen? Für welche Themen brennen Sie? – Interessiert Sie Ihr aktuelles berufliches Thema? Interessiert Sie die Branche, in der Sie arbeiten?
  • Was ist Ihnen wichtig? Was macht Ihnen Sinn? – Sind Ihre Werte (auch) in Ihrer Arbeit verwirklicht?
  • Welche Rahmenbedingungen sind wichtig, damit Sie energievoll leben? – Beispiele: Wie viel Zeit verbringen Sie mit dem Weg zur Arbeit? – Wie viel Zeit bleibt Ihnen für Ihr Hobby, für Ihre Familie? – Verdienen Sie das Gehalt, das Sie „verdienen“?
  • Was treibt Sie an? – Hier lohnt ein Blick auf Ihre bisherige Jobwechsel: Was war der Grund für den Jobwechsel? War es – wie bei mir – das Streben nach mehr Unabhängigkeit? War es das Gefühl, die eigene Work-Life-Balance verbessern zu wollen? (Anm.: Das Modell der Karriereanker nach E. Schein kann Ihnen hier gute Anhaltspunkte geben.)

2. Beachten Sie Ihre Lebensphase

Unser Leben lässt sich (vereinfacht) in verschiedene Lebensphasen untergliedern. Diese Lebensphasen sind durch unterschiedliche Anforderungen an uns gekennzeichnet. So steht in der Pubertät die Loslösung von der Herkunftsfamilie im Vordergrund. Beruflich bedeutsam ist die Phase des jungen Erwachsenenlebens. Junge Berufstätige fassen Fuß im (Berufs-)Leben, sie bauen sich generelles Wissen und ein Netzwerk auf. In dieser Zeit scheint alles möglich, scheitern ist häufig noch kein ernstes Thema. So war es auch bei meinem ersten Jobwechsel. Ich habe nicht lange darüber nachgedacht, was es heißt, einen Job anzutreten, in dem ich meine Fachkenntnisse zunächst nicht einsetzen würde. Ich war der festen Überzeugung, dass ich immer wieder gut in einen Job hineinkommen würde.

Beim Jobwechsel in der Lebensmitte ist das anders. Begrenzungen kommen in den Blick. Manche Menschen reagieren darauf mit dem Bedürfnis nach Veränderung. Prüfen Sie also genau, woher eine eventuelle Unzufriedenheit rührt. Ist ein Jobwechsel die Lösung oder geht es um andere Themen? Gibt es einen nicht realisierten „Traumberuf“, der jetzt mit Macht in Ihr Bewusstsein drängt? – Schauen Sie hier genau hin! Nutzen Sie die Lebensmitte: Wofür hat es sich gelohnt? – Was soll noch kommen? Das sind nur zwei Fragen, die ab 40 Jahren Ihre Aufmerksamkeit fesseln und beantwortet werden wollen.

Jede Phase hat eigene Herausforderungen, die wiederum Folgen für einen Jobwechsel haben können. Schauen Sie, was in Ihrer jetzigen Lebensphase ansteht und beziehen Sie dies in Ihre Überlegungen ein.

3. Zeigen Sie Durchhaltevermögen und suchen Sie sich Unterstützung

Zum Mut, den es für jeden Jobwechsel braucht, gehört auch Durchhaltevermögen. Ein Wechsel, zumal eine komplette berufliche Neuorientierung, ist mit vielen Ungewissheiten verbunden. Beim neuen Arbeitgeber muss man sich das Vertrauen der neuen Vorgesetzten, der Kollegen, Mitarbeiter, Kunden etc. erst erwerben. Eine Selbständigkeit erfordert viel Arbeit bei zunächst unsicheren Verdienstaussichten. Die Versuchung, den Zweifeln nachzugeben ist da. Nach Tiefschlägen weiterzumachen, das erfordert auch und vor allem Durchhaltevermögen und ein Unterstützer-Netzwerk. Ich habe mir dieses inzwischen auch auf beruflicher Ebene organisiert. In meinen beruflichen Kooperationen und Netzwerken geht es neben dem fachlichen Austausch auch immer um Unterstützung.

Diese Dinge haben bei all meinen Jobwechseln eine Rolle gespielt. Mal stand der eine Aspekt mehr im Vordergund, mal der andere. In Summe heißt dies: Reflektieren Sie Ihre aktuelle Situation und planen Sie dann Ihre nächsten Schritte, die zu Ihrem Jobwechsel führen können.

Haben Sie sich schon Gedanken über Ihre Jobwechsel gemacht? Was waren Ihre Antreiber? Was können Sie weiterempfehlen? Was würden Sie heute so nicht mehr tun? Vielleicht möchten Sie Ihre Erfahrungen mit mir teilen, dann freue ich mich auf Ihren Kommentar!

Weitere Beiträge zur Blogparade #MutzumJobWechsel finden Sie übrigens in den Kommentaren zum Artikel von Melanie Vogel.